Warum gibt es eigentlich Lebensmittelallergien?

PLU-Code-kl Ich bin ja schon ein etwas älteres Modell und an so etwas wie Lebensmittelallergien kann ich mich nicht erinnern. Ich selbst hatte und habe keine, also woher kommen die?

Früher war alles besser, sagt man. Nun, das kann man weder pauschal bestätigen noch verneinen. Die Wahrheit liegt, wie so oft, in der Mitte. Und früher waren andere Zeiten.

Also zu meiner Zeit gab es keinen Schulbus und wenn man als Kind vom Land zur Schule musste (schon damals wollte man nicht) dann hieß es 7 km einfach hinlaufen und 7 km Nachmittags zurück. Es gab weder Handy noch Videospiele und so nutzen wir als Kinder jede Gelegenheit um draußen zu spielen. Ein Brettspiel drinnen kam wirklich nur in Frage wenn ein dickes Sauwetter herrschte. Normaler Regen hielt uns keineswegs vom draußen spielen ab. Für Bewegung war also gesorgt und das ist nur ein Grund für eine bessere Gesundheit.

Dann ist man nicht wegen jeder Kleinigkeit zum Arzt gerannt und ließ sich Chemie verschreiben, erst mal wurde es mit den natürlichen Hausmitteln versucht und die Pflanzen dafür wurden oft frisch gesammelt. Der Arzt war schweren Krankheiten und Notfällen vorbehalten. Also auch weniger Chemie im Körper.

Apropos Chemie, das Essen war früher ganz anders, es war natürlich. Gegessen wurde das was es in der Region gerade gab. Es gab keine Supermärkte die einem irgendwelches „Industriefutter“ andrehen wollten. Die Milch holten wir jeden Tag frisch von der Milchzentrale, nahmen auf dem Rückweg das Brot beim Bäcker mit und alles andere wurde über die kleinen Läden und Handwerksbetriebe gedeckt. Die Zubereitung der Nahrung war traditionell und bestand ausschließlich aus frischen Zutaten. Es gab keine chemischen Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker und all so einen Unfug. Und natürlich gab es auch noch keine gentechnisch manipulierte Nahrung.

Es gab auch keine komischen Nahrungsergänzungsmittel, irgendwelche Schlankheitsdrinks (Schlank wurden die Leute damals durch Bewegung), keine Fitness Studios (die wären damals pleite gegangen weil jeder genug Bewegung hatte) und dergleichen neumodischen Kram. Und natürlich nicht 3x im Jahr eine neue Superdiät, die gab es auch nicht. Vorräte für den Winter wurden eingemacht, also natürlich haltbar gemacht, und genügend Kartoffeln in extra Kellern dafür gebunkert.

Mein Tag als Kind sah so aus. Um halb sechs aufstehen dann um halb sieben ab in Richtung Schule um rechtzeitig bis um 8:00 bzw. 8:30 da zu sein. Von der Schule zurück war ich etwa 14:30, dann Hausaufgaben bis 16:00 Uhr machen und dann ab zum Spielen (sofern keine Arbeiten anlagen) bis 18:00. Um 19:00 gabs Abendessen und spätestens um 21:00 ging es zu Bett. Während des ganzen Tages gab es nur frische, unbehandelte also gesunde Nahrung.

Und die Kombination aus Bewegung, Ernährung, Abhärtung durch bei Wind und Wetter draußen sein halte ich für die Ursache das es einfach keine Lebensmittelallergien in dem Umfang wie heute gab. Impfungen gab es auch kaum wenn man von der Schluckimpfung zur Kinderlähmung und der Pocken- bzw. Tetanus Impfung einmal absieht. Man war einfach nicht so verweichlicht wie heute und damit war das Immunsystem stabiler. Kurzum, man lebte einfach gesünder, natürlicher. Und man lebte sauber, jedoch nicht in einem Sauberkeitswahn. Niemand wäre auf die Idee gekommen ein chemisches Mittel zur Bekämpfung von Bakterien in der Wohnung zu verteilen. Das Thema Desinfektion war eine Sache der Ärzte und Krankenhäuser.

Aber einen weiteren Unterschied gibt es dennoch, die Umwelt war damals lange nicht so vergiftet wie heutzutage. Vielleicht ist das ja der Auslöser obwohl ich nicht glaube das es „den Auslöser“ gibt, es ist das gesamte Leben was damals anders war.

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