Wissenschaftler finden die „Reset-Taste“ für unsere innere Uhr

Innere-Uhr-kl Diese Entdeckung es könnte helfen, eine Reihe von Erkrankungen, wie Schlaflosigkeit, Depressionen und Übergewicht zumindest besser zu verstehen wenn nicht gar zu behandeln.

Es ist bereits bekannt das Licht die natürlichen, zirkadianen Rhythmen steuert. Und jetzt scheint man zu wissen wie genau das funktioniert. Die neue Forschung hat gezeigt das Licht unsere innere Uhr durch Auslösen eines Phosphats mit einem Gehirn-Protein namens eIF4E steuert. Dieser Vorgang wird als Phosphorylierung bezeichnet und durch dessen „Korrektur“, so vermuten die Forscher, könnte es helfen unseren Körper mit dem Tempo des 21. Jahrhunderts mithalten zu lassen.

„Diese Studie ist die erste um einen Mechanismus, der erklärt wie Licht die Proteinsynthese im Gehirn reguliert und wie sich dies auf die Funktion der inneren Uhr auswirkt“, sagte der leitende Forscher Nahum Sonenberg, Biochemiker an der McGill University in Quebec, in einer Presseveröffentlichung.

Um herauszufinden, was wie das genau funktioniert, veränderte das Sonenberg-Team das eIF4E Protein im Gehirn von Labormäusen, so dass es nicht phosphoryliert werden konnte. Sie untersuchten dann Aktivitätsniveaus der Mäuse, die durch ihre innere Uhr gesteuert werden, indem sie den künstlichen Tag und Nacht Zykluzs im Labor von 12-Stunden-Zyklen auf 10,5-Stunden umstellten. Normalerweise sind Mäuse, und auch Menschen, in der Lage sich recht schnell auf diesen neuen „Reset“ anzupassen. Jedoch mit der blockierten Phosphorylierung blieben sie bei ihrem alten Rhythmus. Sie bekamen sozusagen einen „Jet-Lag“.

Sie untersuchten und forschten weiter und haben festgestellt, dass die Phosphorylierung von eIF4E die Produktion von Protein-Perioden erhöht, wichtige Proteine, die bekanntermaßen eine Rolle bei der Synchronisierung der körpereigenen inneren Uhr spielen. Diese Forschung wurde an Mäusen, nicht Menschen, durchgeführt aber alle Säugetiere haben sehr ähnliche biologische Uhren und so geben die Ergebnisse einen guten Hinweis auf den Prozess in unserem eigenen Gehirn. Die Forschungsarbeit wurde in Nature Neuroscience veröffentlicht.

Diese Forschung ist zugegeben wichtig, aber sie ist nur ein erster Schritt. Bis zu einem Medikament ist es noch weiter Weg. Eine Störung des zirkadianen Rhythmus kann schwerwiegende Folgen haben. Jedoch wurde ein wichtiger Schritt gemacht indem man herausfand wie die innere Uhr zurückzusetzen ist.

Ist erst einmal ein Medikament entwickelt dann ist man in der Lage das Leiden von Tausenden von Menschen zu lindern.

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